Mittendrin draußen: Die Zitadelle in Mainz

Die Zitadelle, die hoch über dem Römischen Theater und der Mainzer Altstadt thront, kennen viele vom Open Ohr. Sie ist aber auch das restliche Jahr über ein schönes Ziel, um mit Kindern ein bisschen draußen herumzustrocheln. Hier gibt es aus 2.000 Jahren viel zu entdecken und zwei Spielplätze obendrein.

Übersicht verschafft der Lageplan im Durchgang des Eingangsgebäudes

Innendrin

Die Festungsanlage der Zitadelle stammt aus dem 17. Jahrhundert, als der Mainzer Kurfürst Johann Philipp von Schönborn eine befestigte Wallanlage zum Schutz der Stadt errichten ließ. Die Schutzmauern dieser Bastion sind in einem charakteristischen Viereck geformt – und werden heute endlich saniert.
Im Inneren der Anlage finden sich heute neben Verwaltungsgebäuden das kleine Stadthistorische Museum und das Garnisonsmuseum – beide sind durchaus auch mit Kindern einen Besuch wert. Außerdem das Café Citadelle, in dem es sonntags Kaffee und Kuchen und vormittags Brunch gibt.
Die Überreste des römischen Drusus-Steins – ein Ehrenmal für den römischen Feldherren Drusus – sind heute nahe des Stadtmuseums zu sehen.
Und es gibt eine große Grünfläche, auf der im Sommer Konzerte stattfinden, und wo man ansonsten gut spielen kann.

Innendrin hat man viel Platz und einen weiten Blick über die Stadt

Untendrunter

Unter der Bastion Drusus liegen Gänge in der Erde, außerdem gibt es mehrere Luftschutzräume aus dem Zweiten Weltkrieg, in denen die Mainzer damals Schutz vor den alliierten Bombern fanden. Die Unterwelt der Zitadelle ist nur im Rahmen von Führungen zu erkunden, die über die Initiative Zitadelle gebucht werden können. Auch beim jährlichen Zitadellenfest gibt es dazu Gelegenheit.

Drumherum

Die wohl längste Rutsche in Mainz: Windmühlen-Spielpatz am 87er-Denkmal

Der wilde Teil der Zitadelle umgibt die hohen Mauern: Bäume, Büsche und Pfade sind im Inneren der Festung eine kleine Wildnis. An vielen Stellen kann man die Aussicht auf Mainz und das Umland genießen. Ebenso wild ist an manchen Stellen der Zitadellen-Graben, der um die Mauern herum führt. Er steht auch unter Naturschutz.
Die Zitadellen-Mauern werden nach langen Jahren des Verfalls nun endlich Schritt für Schritt saniert, weshalb manche Teile des Geländes gesperrt sind.
Und die zwei Spielplätze, auf denen fast nie jemand spielt: Ein Minispielplatz mit kleinen, merkwürdig geformten Karussells befindet sich unterhalb der Mauer an der Seite des Portals und ist über den Fußweg von der Stadt aus gut zu erreichen.
Und dann der Windmühlen-Spielplatz mit der wohl längsten Rutsche der Stadt, einem Kletterturm, Sandkasten und schönen historische Schaukeln. Er befindet sich an der Stelle einer ehemaligen Windmühle und neben dem Denkmal für das 87er Infanterieregiment. Auch hier hat man einen weiten Blick über die Stadt.

Facts

  • Hinkommen: Parkplatz auf dem Gelände der Zitadelle über Am 87er-Denkmal/Eisgrubweg, mit der S-Bahn: Bahnhof Römisches Theater, MVG-Bus: Windmühlenweg
  • Informationen zur Zitadelle über die Website der Initiative der Zitadelle e.V., die sich für den Erhalt des Bauwerks einsetzt
  • Events: Open Ohr über Pfingsten mit Kinderprogramm, Zitadellen-Fest im September und der schöne kleine Weihnachtsmarkt und Konzerte
  • Infos zu den Museen: Stadthistorisches Museum und Garnisonsmuseum
  • Café Citadelle mit Mittagstisch, Sonntagsbrunch und Kuchen

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