Auf das schönste analog: Judith Schalansky Erzählungen „Verzeichnis einiger Verluste“

Während meiner Lektüre von Judith Schalanskys neuem Buch gingen verloren (in Auswahl): Die rot-gestreifte Wolldecke aus dem Kinderwagen, meine Strickjacke beim Kinderturnen (beides wiedergefunden), einige konkrete Hausbaupläne meiner Familie, zahlreiches Herbstlaub (muss sofort weg!) und auch mehrere hundert Häuser bei Waldbränden in Kalifornien. Dazu wurde mein großes Kind fünf Jahre alt und wird nie mehr vier sein.
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Auf Odyssee mit Rachel Cusk

Wenn ich Rachel Cusk lese, ist mein Mund vor Staunen leicht geöffnet, glaube ich. Nach Outline (2014) und Transit (2016) ist Kudos der jüngst erschienene dritte Teil ihrer „weiblichen Odyssee im 21. Jahrhundert“. Die Bände lassen sich gut einzeln lesen und überzeugen mich als Spielplatzleserin durch die brillianten kleinen Porträts immer neuer Figuren, die in sich viele kleine Romane enthalten – der Alice-Munro-Effekt.

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Gesine und ich. Re-reading Uwe Johnsons „Jahrestage“

Ich habe gerade die Jahrestage zu Ende gelesen – ein ganzes Jahr lang jeden Tag einen Tag, ungefähr. Ich hatte auf diese Weise ein Jahr lang ein gutes Buch, das sich auch auf dem Spielplatz bequem lesen ließ.  Gesine und ich. Re-reading Uwe Johnsons „Jahrestage“ weiterlesen