Auf dem Spielplatz lesen

Ich bin nicht nur einfach gerne draußen, noch lieber lese ich draußen. Manchmal klappt das sogar auf dem Spielplatz. Meine Kinder sind jetzt 2 und 5 Jahre alt und es kommt vor, dass sie sagen: „Warum kommst du? Wir wollen alleine spielen!“ OK. Ich will alleine lesen. Und blicke dabei ab und zu gerne auf, um sie im Blick zu behalten, was gerade auf unseren Alltagsspielplätzen auch gut geht.

Ein gutes Spielplatzbuch sollte interessant und anregend sein. Ideal finde ich: Kurze Kapitel, neue Gedanken und genügend Absätze (sonst wird es mit dem Aufblicken und Weiterlesen schwierig). Ich mag gerne Sachbücher und kurze Prosaformen. Und halte sie häufig für einen guten Ersatz für ein vorhersehbares Spielplatzgespräch mit fremden Eltern oder die üblichen Spielplatzbeobachtungen. Obwohl ich mich auch gerne unterhalte und manchmal das Gefühl habe, so ein Spielplatzaufenthalt ist auch ein bisschen wie Disco für Eltern, nur ohne Alkohol. Aber vielleicht wird daraus ja sogar ein Gespräch über Bücher.

Außerdem fiel mir irgendwann auf, dass die Leser – wie überall im öffentlichen Raum – auch von den Spielplätzen fast vollständig verschwunden sind. Zumindest sind keine Bücher mehr zu sehen. Ob da die Digitalisierung Schuld trägt? Oder liegt es daran, dass wir heutigen Eltern immer um unsere Kinderchen herumwuseln müssen (manchmal am besten zu viert noch mit den Großeltern obendrein)? Was auch immer der Grund ist: Lesen ist möglich.

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