Kind im Lozziwurm Ausstellung Playground Project in Bonn

Im Museum spielen – Zur Ausstellung Playground Project in der Bundeskunsthalle Bonn

Endlich haben wir es geschafft und am Wochenende einen Ausflug nach Bonn gemacht: Eine Spielplatz-Ausstellung im Museum wollten wir nicht verpassen. Die beiden Ausstellungen The Playgroud Project und The Playgroud Project Outdoor locken Kinder und Eltern mit Spielfreude und Interessantem aus der Geschichte des Spielplatzes.

Playgroud Project Outdoor:                 Draußen Spielen

Ob wir erst den Indoor-Bereich oder die Outdoor-Ausstellung besuchen sollten, war angekommen auf dem Museumsplatz keine Frage mehr. Die Kinder wollten sofort die lange Tunnelrutsche Bonner Rutschbahn/Bonn Slide anschauen, die vom Dach des Museumsgebäudes auf den Vorplatz herab führt. Und die lange Treppe zum Dachgarten hinaufklettern. Der Outdoor-Bereich wurde von Susanne Kleine kuratiert und zeigt Installationen und Spielgeräte aktueller Künstler.

Zu dritt schaukeln mit One two three swing! in der Ausstellung The Playground Project Outdoor in Bonn
One two three swing!

Manche davon würden wir gerne mit auf unsere Alltagsspielplätze nehmen: Besonders die lange Schaukel für viele: One two three swing! von Superflex. Überhaupt ist es ein tolles Gefühl, auf einem Dach zu schaukeln! Sehr gut fanden wir auch die LEGO-Installation von Ólafur Elíasson. Die Gebäude aus weißen LEGO-Steinen bilden zusammen eine faszinierende Stadtlandschaft. Und zugleich ein Spielfeld für alle. Meine Tochter wollte am liebsten alles nachbauen und war ehrlich beeindruckt, was mit LEGO möglich ist (wir bauen zu Hause noch mit Duplo). Auch auf der Halfpipe haben wir längere Zeit verbracht – sie lässt sich prima auch als Rutsche nutzen und unsere zweijährige Tochter war sehr stolz, es nach oben geschafft zu haben.

Leog spielen auf dem Dach des Museums Spielplatz Playgound Project Ausstellung in Zwei Kinder spielen mit Lego bei der Ausstelung The Playground Project Outdoor in Bonn

The Playground Project: Geschichte des Spielplatzes im 20. Jahrhundert

Im Indoor-Bereich gibt es einen großen Raum zum Spielen und Anschauen mit der von Gabriele Burkhalter kuratierten Ausstellung The Playground Project. Von The Playground Project habe ich vor einigen Jahren schon im Radio gehört. Damals begann ich, mit meinen Kindern viel Zeit auf Spielplätzen zu verbringen und fand es spannend, den Spielplatz kultur- und achitekturhistorisch zu betrachten.

Auf zum Lozziwurm in der Ausstellung Playground Project in BonnDie Kinder laufen gleich los zum Lozziwurm von Yvan Pestalozzi, einer riesige Spielskulptur in der Mitte des Raums. Nach und nach probieren sie alle Spielgeräte aus, während ich mir die Bilder, Filme und Texte anschaue. Die Exponate zeigen einen beeindruckenden Ausschnitt der Spielplatzgeschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf den 1950er bis 1970er Jahren. Spielplatzgestaltung war besonders zu dieser Zeit ein Experimentierfeld für Design und Stadtplanung. Gesellschaftliche Bewegungen und pädagogische Konzepte wirkten sich darin unmittelbar aus. Auch Eltern und Kinder wurden dabei zu Akteuren und forderten bessere Spielplätze.
Klar wird: Spielplatzgeschichte ist Stadtgeschichte. Und sie ist international. Der Katalog liefert dazu tolles Bildmaterial und stellt wichtige Vorreiter der Spielplatzentwicklung dar.

Viele Themen aus dem Schwerpunkt der Ausstellung sind heute mindestens so aktuell wie in den 1970er- Jahren: Autos in den Städten, das Bedürfnis nach Selbermachen, Bewegung und Natur beschäftigen viele Eltern. Hier hätte ich es spannend gefunden, wenn die Ausstellung auch mit den Besuchern in Dialog getreten wäre mit der Frage: „Welchen Spielplatz brauchen wir heute?“

Wir fanden den Ausflug prima und haben gerne im Museum gespielt. Das hat gut funktioniert: Nicht nur die ohnehin spielfreudigen Kinder tummelten sich in und auf den Spielgeräten bzw. Installationen, auch Museumsbesucher ohne Kinder gerieten in Spielstimmung. Das war sehr schön!

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