Ein eigenes Leben. Zu Arno Geigers Roman „Unter der Drachenwand“

1944. Bombenkrieg, Teenagerliebe und Soldatentraumata – Arno Geiger widmet sich in seinem Roman „Unter der Drachenwand“ dem letzten Kriegsjahr. Er entwirft ein Bild des beschädigten Lebens, zwischen dessen Einschnitten Momente der Normalität ein irritierendes Glück bedeuten.

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Reclamhefte ausgepackt! Karen Duves Roman über die Jugend der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff

An sehr schlechten Tagen sage ich manchmal zu N.: „Ich komme mir vor wie im 18. Jahrhundert!“

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Auf das schönste analog: Judith Schalansky Erzählungen „Verzeichnis einiger Verluste“

Während meiner Lektüre von Judith Schalanskys neuem Buch gingen verloren (in Auswahl): Die rot-gestreifte Wolldecke aus dem Kinderwagen, meine Strickjacke beim Kinderturnen (beides wiedergefunden), einige konkrete Hausbaupläne meiner Familie, zahlreiches Herbstlaub (muss sofort weg!) und auch mehrere hundert Häuser bei Waldbränden in Kalifornien. Dazu wurde mein großes Kind fünf Jahre alt und wird nie mehr vier sein.
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Raus aus der Rush-Hour des Lebens: Zu Eva Corinos klugem Buch „Das Nacheinander-Prinzip“

Einen gelasseneren Umgang mit Familie und Beruf, wie ihn der Untertitel verspricht, wünschen sich ungefähr alle Familien, die ich kenne. Um genau zu sein, wünschen sich dies Männer und Frauen.

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Auf Odyssee mit Rachel Cusk

Wenn ich Rachel Cusk lese, ist mein Mund vor Staunen leicht geöffnet, glaube ich. Nach Outline (2014) und Transit (2016) ist Kudos der jüngst erschienene dritte Teil ihrer „weiblichen Odyssee im 21. Jahrhundert“. Die Bände lassen sich gut einzeln lesen und überzeugen mich als Spielplatzleserin durch die brillianten kleinen Porträts immer neuer Figuren, die in sich viele kleine Romane enthalten – der Alice-Munro-Effekt.

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